2006 · 2004 · 2003
Tour 2006

An einem regnerischen und kühlen 03. Juni begann für alle Teilnehmer die Tour 19Uhr vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal. Ein Führungsfahrzeug und ein Sicherungsmotorrad bildeten die Spitze, dann folgten die ca. 50 Sportler. Der Verpflegungswagen mit dem Gepäckanhänger und der „Besenwagen“ für müde Renner bildeten den Abschluss des kleinen Corsos. Begleitet von einer großen Traube aufsteigender Luftballons und einigen Zuschauern rollte das Feld, mit Polizeischutz ausgestattet, in Richtung Norden. Es wurde ein zügiges Tempo angeschlagen. 38 km/h waren da schon mal auf dem Tacho zu lesen. So ging es weiter über Eilenburg nach Torgau - dem 1. Rastpunkt der Tour. Hier wurden die Kräfte wieder aufgefüllt und Mensch und Material für die Nachtfahrt präpariert. Der abendliche Verkehr auf den kleinen Nebenstraßen war angenehm ruhig bis nicht vorhanden. Dazu kam die konsequente Absperrung von Kreuzungen durch die eigene Mottorradeskorte und die Polizei. Die 2. Pause fand gegen Mitternacht (nach 115 km) in der Nähe von Buckow statt.Bei der Weiterfahrt hatte der Regen wieder eingesetzt und die Temperaturen sanken bis auf 7°C. Dann verlangten die schwierigen Bedingungen ihren Tribut. Der erste - und auch einzige - Sturz passierte, als sich zwei Fahrer „einhakten“. Die technischen Probleme wurden von den Spezialisten des „Speiche“-Radteams schnell behoben. Nach nun schon fast 200 km wurde der nächste Pausenpunkt erreicht. Viele der Radrenner waren durchgefroren und die ersten Ermüdungserscheinungen sichtbar. Also schnell trockene Kleidung anziehen, Nahrung aufnehmen und einen heißen Kaffee trinken. Mehr Zeit war nicht vorgesehen, eine weitere Auskühlung der Teilnehmer durch einen langen Stopp sollte nicht riskiert werden. Mit der Ortsdurchfahrt in Ahrensfelde - gegen halb fünf Uhr morgens des 2. Tourtages - war die Hälfte der diesjährigen LE Biketour dann geschafft. Kurz danach beeindruckte ein traumhafter Sonnenaufgang inmitten dicker Nebelschwaden das Fahrerfeld. Die Sonne wärmte endlich die etwas steif gewordenen Glieder der Radrenner. Mit heißen Getränken, Bananen und köstlichem Kuchen wurde die Pause genossen. Nach dieser lang ersehnten Rast für die Fahrer führte der herzförmige Rundkurs weiter im Bogen um Berlin über Birkenwerder, Hennigsdorf und Falkensee. Immer entlang schönster Alleen. Das Stundenmittel lag noch immer bei respektablen 29 Km/h. Mit der der nächsten Pause von 30 Minuten konnten sich die Teilnehmer - nach nunmehr 280 km - für einen kurzen Augenblick erholen. Doch pünktlich mit dem Ende der Rast setzte erneut ein feiner Nieselregen ein. Zusätzlich erschwerte ein unangenehmer Seitenwind das Fahren. Mit vollen Radflaschen ging es weiter Richtung Potsdam, wo eine neue Polizeieskorte bereits auf das Teilnehmerfeld wartete. Mit Hilfe der Staatsmacht war das Straßengewirr von Potsdam schnell Geschichte, die Durchschnittsgeschwindigkeit lag zwischenzeitlich wieder über 35 Stundenkilometer, der Regen hatte aufgehört. Das nächste Ziel hieß Beelitz, wo es heiße Pasta geben sollte. Mit der Ankunft in Beelitz hatte jeder der Teilnehmer schon knapp 330 km Tourstrecke in den Beinen. Die Uhr zeigte 09:30, als der Tross sich wieder in Bewegung setzte. Das nächste Etappenziel war der knapp 50 km entfernte Schlossplatz der Lutherstadt Wittenberg. Ungefähr 15 km vor Wittenberg wurde das Feld von einer neuen Polizeibegleitung übernommen. Am Schlossplatz angekommen, wurde noch einmal kräftig Proviant aufgenommen. Der letzte Teil der Strecke über Bad Düben nach Leipzig sollte es noch mal richtig in sich haben. Viele kleine Hügel und starke Seitenwinde waren zu bezwingen. Keine Leichtigkeit nach bereits fast 400 gefahrenen Radkilometern. Ein kleiner Abstecher zum Gruppenfoto am Brauhaus der Krostizer Brauerei sorgte dann für eine willkommene Pause. Die letzten Kilometer bis Leipzig waren geprägt von der Vorfreude auf die Zielankunft - zum 15. Leipziger Stadtfest auf dem Alten Markt der Messestadt. Das Fahrerfeld fuhr in eleganter Zweierreihe im perfekten Windschatten. Es galt pünktlich um 15:00 Uhr den Marktplatz Leipzigs erreichen und es klappte wie am Schnürchen, der Tross bog unter großem Jubel der Zuschauer vor der Bühne ein. Es war geschafft!! Im Zielbereich war die Anerkennung des Geleisteten allgegenwärtig. Mit der Übergabe eines Schecks in Höhe von 1.000 € - zu gleichen Teilen getragen von der Brauerei Krostitz und der LE Biketour - wurde das Versprechen der LE Biketour 2006, einen Beitrag zur Errichtung eines barrierefreien Zugangs am Völkerschlachtdenkmal zu leisten, eingelöst.

Ein ausführlicher Tourbericht steht bei Downloads zur Verfügung.


Tour 2004

In einer herrlich lauen Sommernacht erschien das Orgateam der L.E.biketour um 22:00 Uhr an dem hell erleuchteten Völkerschlachtdenkmal Leipzig. Kurz darauf kamen die Fahrer der Begleitfahrzeuge und auch der Krankenwagen auf den Platz und wenig später erscheinen die ersten Teilnehmer - zu dieser Zeit noch fit und ohne Ermüdungserscheinungen. Die Mechaniker der Tour kamen gleich als komplettes Team - "Die Speiche" - zum Start.

Ab 23:00 Uhr begann die Einschreibung der Teilnehmer und ab 23:45 Uhr die Startaufstellung. Das Erdgas-Fahrzeug samt Sicherungsmotorrad bildeten die Spitze, dann kamen die ca. 50 Sportler, danach der Verpflegungs-, der "Besen-" und der Krankenwagen. Dann ging’s los, das Feld rollte in die Leipziger Nacht. Windstille und Temperaturen um 15°C versprachen eine wundervolle Ausfahrt.

Über die Prager Straße ging es via Riebeckbrücke in Richtung Taucha. Ganz zu Beginn waren alle Fahrer noch frisch und es wurde ein sehr zügiges Tempo angeschlagen. 38 km/h waren da schon mal auf dem Tacho zu lesen. So ging es weiter über Eilenburg nach Torgau. Der nächtliche Verkehr auf den kleinen Nebenstraßen war angenehm ruhig bis nicht vorhanden. In einigen Dörfern gingen gerade diverse Dorf- und Vereinsfeste zu Ende und die überraschten Einwohner bestaunten die Tour.

Danach kam der Spreewald und die Nacht wurde immer kälter. Die tiefste Temperatur lag bei 7°C. Mitten im Spreewald wurden die Sportler jedoch durch einen traumhaften Sonnenaufgang, welcher durch einzelne Nebelschwaden
schien, begrüßt - sehr romantisch, aber leider auch sehr kühl und feucht, zumindest im Nebel.

Der weitere Weg nach Berlin führte Richtung Dahme durch menschenleere Wälder über schmale und kurvenreiche Straßen. Ein Radfahrerparadies! An der Stadtgrenze „übernahm“ uns die Berliner Polizei. Wir waren leicht überrascht als uns ein Konvoi wie beim Staatsempfang begrüßte - drei Einsatzwagen und 12 Motorräder sicherten die Tour durch die Hauptstadt. Die Strecke war eine Sightseeingtour par excellence: Fernsehturm, Palast der Republik, Humboldt Universität, Straße Unter den Linden, Brandenburger Tor, „Ehrenrunde“ um die Siegessäule, Tiergarten, Zoo, Kurfürstendamm und dann weiter Richtung Potsdam. Sogar die Fahrer aus Berlin waren beeindruckt! Am Fuße des Brandenburger Tores gab es die längste Pause der Tour - entspannte 30 Minuten für Mittagessen, Flaschen nachfüllen, umziehen und was man sonst noch so machen muss, zum Beispiel Sitzcreme oder Vaseline auftragen, um die Gesäßgegend zu schonen. Bevor es weiterging, begrüßten wir noch die neuen Teilnehmer für die Halbdistanz, welche von Berlin aus die letzten 200 km mitfuhren.

Durch Potsdam ging es über die B2 nach Wittenberg mit einer Pause an der historischen Lutherkirche. Neue Thesen hatten wir aber keine dabei. Dafür hatte die Stadt Wittenberg zwei neue, mannshohe Betonpoller installiert. Bei der Routenerkundung nur wenige Tage vorher war davon noch nichts zu ahnen. Die Radfahrer konnten weiter, die Begleitfahrzeuge mussten einen großen Bogen machen.

  

Tour 2003

Herrliches Spätsommerwetter, fantastische Landschaften, großartige Teilnehmer und natürlich die über 400 Kilometer nonstop von Rostock nach Leipzig – das waren die Eckdaten der LE Biketour 2003.

Am 06.September 2003 erreichten wir im letzten Tageslicht das Ziel in der Leipziger City. Nur etwas über 20 Stunden hatten wir damit für die Mammutstrecke von Rostock nach Leipzig benötigt.

Start der Tour war bereits um 00:00 Uhr in Rostock. Die wenigen Stunden Nachtfahrt gingen dank eines makellosen Sonnenaufgangs fließend in einen ereignisreichen Tag über. So manche Kopfsteinpflaster-Passage war zu überstehen und so manche Steigung zu überwinden. Unzählige Riegel wurden verschlungen und Unmengen Wasser getrunken. Doch über Ketzin, Wittenberg und Bad Düben erreichten wir schließlich genau 20:12 Uhr das Ziel direkt vor der Moritzbastei – überglücklich und voller Stolz!