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An einem regnerischen und kühlen 03. Juni begann für
alle Teilnehmer die Tour 19Uhr vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal.
Ein Führungsfahrzeug und ein Sicherungsmotorrad bildeten
die Spitze, dann folgten die ca. 50 Sportler. Der Verpflegungswagen
mit dem Gepäckanhänger und der „Besenwagen“
für müde Renner bildeten den Abschluss des kleinen
Corsos. Begleitet von einer großen Traube aufsteigender
Luftballons und einigen Zuschauern rollte das Feld, mit
Polizeischutz ausgestattet, in Richtung Norden. Es wurde
ein zügiges Tempo angeschlagen. 38 km/h waren da schon
mal auf dem Tacho zu lesen. So ging es weiter über
Eilenburg nach Torgau - dem 1. Rastpunkt der Tour. Hier
wurden die Kräfte wieder aufgefüllt und Mensch
und Material für die Nachtfahrt präpariert. Der
abendliche Verkehr auf den kleinen Nebenstraßen war
angenehm ruhig bis nicht vorhanden. Dazu kam die konsequente
Absperrung von Kreuzungen durch die eigene Mottorradeskorte
und die Polizei. Die 2. Pause fand gegen Mitternacht (nach
115 km) in der Nähe von Buckow statt.Bei der Weiterfahrt
hatte der Regen wieder eingesetzt und die Temperaturen sanken
bis auf 7°C. Dann verlangten die schwierigen Bedingungen
ihren Tribut. Der erste - und auch einzige - Sturz passierte,
als sich zwei Fahrer „einhakten“. Die technischen
Probleme wurden von den Spezialisten des „Speiche“-Radteams
schnell behoben. Nach nun schon fast 200 km wurde der nächste
Pausenpunkt erreicht. Viele der Radrenner waren durchgefroren
und die ersten Ermüdungserscheinungen sichtbar. Also
schnell trockene Kleidung anziehen, Nahrung aufnehmen und
einen heißen Kaffee trinken. Mehr Zeit war nicht vorgesehen,
eine weitere Auskühlung der Teilnehmer durch einen
langen Stopp sollte nicht riskiert werden. Mit der Ortsdurchfahrt
in Ahrensfelde - gegen halb fünf Uhr morgens des 2.
Tourtages - war die Hälfte der diesjährigen LE
Biketour dann geschafft. Kurz danach beeindruckte ein traumhafter
Sonnenaufgang inmitten dicker Nebelschwaden das Fahrerfeld.
Die Sonne wärmte endlich die etwas steif gewordenen
Glieder der Radrenner. Mit heißen Getränken,
Bananen und köstlichem Kuchen wurde die Pause genossen.
Nach dieser lang ersehnten Rast für die Fahrer führte
der herzförmige Rundkurs weiter im Bogen um Berlin
über Birkenwerder, Hennigsdorf und Falkensee. Immer
entlang schönster Alleen. Das Stundenmittel lag noch
immer bei respektablen 29 Km/h. Mit der der nächsten
Pause von 30 Minuten konnten sich die Teilnehmer - nach
nunmehr 280 km - für einen kurzen Augenblick erholen.
Doch pünktlich mit dem Ende der Rast setzte erneut
ein feiner Nieselregen ein. Zusätzlich erschwerte ein
unangenehmer Seitenwind das Fahren. Mit vollen Radflaschen
ging es weiter Richtung Potsdam, wo eine neue Polizeieskorte
bereits auf das Teilnehmerfeld wartete. Mit Hilfe der Staatsmacht
war das Straßengewirr von Potsdam schnell Geschichte,
die Durchschnittsgeschwindigkeit lag zwischenzeitlich wieder
über 35 Stundenkilometer, der Regen hatte aufgehört.
Das nächste Ziel hieß Beelitz, wo es heiße
Pasta geben sollte. Mit der Ankunft in Beelitz hatte jeder
der Teilnehmer schon knapp 330 km Tourstrecke in den Beinen.
Die Uhr zeigte 09:30, als der Tross sich wieder in Bewegung
setzte. Das nächste Etappenziel war der knapp 50 km
entfernte Schlossplatz der Lutherstadt Wittenberg. Ungefähr
15 km vor Wittenberg wurde das Feld von einer neuen Polizeibegleitung
übernommen. Am Schlossplatz angekommen, wurde noch
einmal kräftig Proviant aufgenommen. Der letzte Teil
der Strecke über Bad Düben nach Leipzig sollte
es noch mal richtig in sich haben. Viele kleine Hügel
und starke Seitenwinde waren zu bezwingen. Keine Leichtigkeit
nach bereits fast 400 gefahrenen Radkilometern. Ein kleiner
Abstecher zum Gruppenfoto am Brauhaus der Krostizer Brauerei
sorgte dann für eine willkommene Pause. Die letzten
Kilometer bis Leipzig waren geprägt von der Vorfreude
auf die Zielankunft - zum 15. Leipziger Stadtfest auf dem
Alten Markt der Messestadt. Das Fahrerfeld fuhr in eleganter
Zweierreihe im perfekten Windschatten. Es galt pünktlich
um 15:00 Uhr den Marktplatz Leipzigs erreichen und es klappte
wie am Schnürchen, der Tross bog unter großem
Jubel der Zuschauer vor der Bühne ein. Es war geschafft!!
Im Zielbereich war die Anerkennung des Geleisteten allgegenwärtig.
Mit der Übergabe eines Schecks in Höhe von 1.000
€ - zu gleichen Teilen getragen von der Brauerei Krostitz
und der LE Biketour - wurde das Versprechen der LE Biketour
2006, einen Beitrag zur Errichtung eines barrierefreien
Zugangs am Völkerschlachtdenkmal zu leisten, eingelöst.
Ein ausführlicher Tourbericht steht bei Downloads
zur Verfügung.
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In einer herrlich lauen Sommernacht erschien das Orgateam der L.E.biketour
um 22:00 Uhr an dem hell erleuchteten Völkerschlachtdenkmal Leipzig. Kurz
darauf kamen die Fahrer der Begleitfahrzeuge und auch der Krankenwagen auf
den Platz und wenig später erscheinen die ersten Teilnehmer - zu dieser Zeit
noch fit und ohne Ermüdungserscheinungen. Die Mechaniker der Tour kamen
gleich als komplettes Team - "Die Speiche" - zum Start.
Ab 23:00 Uhr begann die Einschreibung der Teilnehmer und ab 23:45 Uhr
die Startaufstellung. Das Erdgas-Fahrzeug samt Sicherungsmotorrad bildeten
die Spitze, dann kamen die ca. 50 Sportler, danach der Verpflegungs-,
der "Besen-" und der Krankenwagen. Dann ging’s los, das Feld
rollte in die Leipziger Nacht. Windstille und Temperaturen um 15°C versprachen
eine wundervolle Ausfahrt.
Über die Prager Straße ging es via Riebeckbrücke in Richtung Taucha.
Ganz zu Beginn waren alle Fahrer noch frisch und es wurde ein sehr zügiges
Tempo angeschlagen. 38 km/h waren da schon mal auf dem Tacho zu lesen.
So ging es weiter über Eilenburg nach Torgau. Der nächtliche Verkehr auf
den kleinen Nebenstraßen war angenehm ruhig bis nicht vorhanden. In einigen
Dörfern gingen gerade diverse Dorf- und Vereinsfeste zu Ende und die überraschten
Einwohner bestaunten die Tour.
Danach kam der Spreewald und die Nacht wurde immer kälter. Die tiefste
Temperatur lag bei 7°C. Mitten im Spreewald wurden die Sportler jedoch durch
einen traumhaften Sonnenaufgang, welcher durch einzelne Nebelschwaden
schien, begrüßt - sehr romantisch, aber leider auch sehr kühl und feucht,
zumindest im Nebel.
Der weitere Weg nach Berlin führte Richtung Dahme durch menschenleere
Wälder über schmale und kurvenreiche Straßen. Ein Radfahrerparadies! An
der Stadtgrenze „übernahm“ uns die Berliner Polizei. Wir waren leicht
überrascht als uns ein Konvoi wie beim Staatsempfang begrüßte - drei Einsatzwagen
und 12 Motorräder sicherten die Tour durch die Hauptstadt. Die Strecke
war eine Sightseeingtour par excellence: Fernsehturm, Palast der Republik,
Humboldt Universität, Straße Unter den Linden, Brandenburger Tor, „Ehrenrunde“
um die Siegessäule, Tiergarten, Zoo, Kurfürstendamm und dann weiter Richtung
Potsdam. Sogar die Fahrer aus Berlin waren beeindruckt!
Am Fuße des Brandenburger Tores gab es die längste Pause der Tour - entspannte
30 Minuten für Mittagessen, Flaschen nachfüllen, umziehen und was man
sonst noch so machen muss, zum Beispiel Sitzcreme oder Vaseline
auftragen, um die Gesäßgegend zu schonen.
Bevor es weiterging, begrüßten wir noch die neuen Teilnehmer für die
Halbdistanz, welche von Berlin aus die letzten 200 km mitfuhren.
Durch Potsdam ging es über die B2 nach Wittenberg
mit einer Pause an der historischen Lutherkirche. Neue Thesen hatten wir
aber keine dabei. Dafür hatte die Stadt Wittenberg zwei neue, mannshohe
Betonpoller installiert. Bei der Routenerkundung nur wenige Tage vorher
war davon noch nichts zu ahnen. Die Radfahrer konnten weiter, die Begleitfahrzeuge
mussten einen großen Bogen machen.
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Herrliches Spätsommerwetter, fantastische Landschaften, großartige Teilnehmer
und natürlich die über 400 Kilometer nonstop von Rostock nach Leipzig – das waren die
Eckdaten der LE Biketour 2003.
Am 06.September 2003 erreichten wir im letzten Tageslicht das Ziel in der
Leipziger City. Nur etwas über 20 Stunden hatten wir damit für die Mammutstrecke
von Rostock nach Leipzig benötigt.
Start der Tour war bereits um 00:00 Uhr in Rostock. Die wenigen Stunden
Nachtfahrt gingen dank eines makellosen Sonnenaufgangs fließend in einen
ereignisreichen Tag über. So manche Kopfsteinpflaster-Passage war zu überstehen
und so manche Steigung zu überwinden. Unzählige Riegel wurden verschlungen
und Unmengen Wasser getrunken. Doch über Ketzin, Wittenberg und Bad Düben
erreichten wir schließlich genau 20:12 Uhr das Ziel direkt vor der Moritzbastei –
überglücklich und voller Stolz!
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